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Monet: Licht, Schatten und Reflexion

Herausgeber: Ulf Küster
Erscheinungsjahr: 2017
Verlag: Hatje Cantz
Sprache: Deutsch
Umfang: 180 Seiten
Größe: 310x274 mm
ISBN: 978-3-7757-4238-2
Preis: 58 €

Der Katalog Monet - Licht, Schatten und Reflexion widmet sich den berühmten Bildwelten des Malers - zeigt aber auch dunklere Motive. Er erscheint anlässlich der Ausstellung des Malers in der Fondation Beyeler in Riehen und stellt viele Meisterwerke vor, deren (Seh-)Erlebnis von Natur und Landschaft uns bis heute beeinflusst.

„Das Aussehen der Welt würde für uns erschüttert, wenn es uns gelänge, die Zwischenräume zwischen den Dingen als Dinge zu sehen“. Diese Worte des Philosophen Maurice Merleau-Ponty treffen den Kern von Claude Monets (1840-1926) Kunst in den Schaffensjahren nach 1880 bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts. Während üblicherweise eher das Früh- und das Spätwerk des Malers in den Blick geraten, fokussiert der Katalog Monet - Licht, Schatten und Reflexion mit mehr als 180 Abbildungen und 60 Werken die Entwicklung zwischen diesen Perioden.

Nach dem Tod seiner ersten Frau Camille im Jahr 1879 begann für Monet eine Phase der Neuorientierung. Die Zeit als Pionier des Impressionismus war abgeschlossen; seine wachsende wirtschaftliche Unabhängigkeit ermöglichte ihm häufigere Reisen - Monets Werke wurden persönlicher und lösten sich vom „impressionistischen Stil“. Im Zuge der Auseinandersetzung mit den Leitmotiven „Licht, Reflexion und Schatten“ machte Monet in seiner Kunst zunehmend das gemalte Bild selbst zum Thema: „Ihn interessierte weniger das Motiv als das, was zwischen ihm und dem Motiv passierte“, erklärte sein Stiefsohn Jean Hoschedé. Der Maler experimentierte mit wechselnden Licht- und Farbspielen im Verlauf der Jahreszeiten. Durch den Einsatz von Spiegelungen und Schattenwürfen gelang es ihm, magische Stimmungen zu erzeugen. Wiederkehrende Sujets und Orte sind Landschaften am Mittelmeer, wilde Atlantikküsten, Flussläufe, Blumenwiesen, Heuhaufen, Seerosen, Kathedralen und Brücken. Bereits in Monets erstem Ölbild spiegeln sich Pappeln im Wasser.

Der im Buch vorgestellte Ausschnitt seines Schaffens steht somit nicht zuletzt auch stellvertretend für das Gesamtwerk des französischen Malers. Thematisch aufgeschlüsselt gleicht der Band einer feinsinnigen Reise durch Monets Bildwelten - von der Seine zu den Küsten der Normandie und der Bretagne bis hin zur Waterloo Bridge in London sowie der malerischen Auseinandersetzung mit dem eigenen Garten in Giverny.

Essays von Maria Becker, Gottfried Boehm, Ulf Küster, Philippe Piguet, Hannah Rocchi und James H. Rubin begleiten und verorten die verschiedenen Stationen. Monet - Licht, Schatten und Reflexion erscheint zum 20-jährigen Jubiläum der Fondation Beyeler, die dem „Maler des Lichts“ eine große Jubiläumsschau widmet. Die Ausstellung eröffnet am 22. Januar und ist bis Mai 2017 in Riehen/Basel zu sehen.
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