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Narrative Räume

Berlin - Die Ausstellung „moving is in every direction. Environments - Installationen - Narrative Räume“ zeichnet die Geschichte der Installationskunst von den 1960er-Jahren bis heute mit dem Fokus auf Erzählstrukturen nach. In der Bewegung durch den Ausstellungsparcours erschließen sich die Besucher begehbare, raumgreifende Environments, Video- und Soundinstallationen sowie eigens entstandene medienübergreifende Werke.

Bruce Nauman: Room with My Soul Left Out, Room That Does Not Care, 1984
© bpk, VG Bild-Kunst, Bonn 2016
Thomas Schütte: The Laundry, 1988
© VG Bild-Kunst, Bonn 2016
Bunny Rogers: Mandy's Piano Solo in Columbine Cafeteria, 2016
Courtesy The Artist and Société, Fotos: Uli Holz
Ein Ausgangspunkt für die Erkundung der skulpturalen Anordnungen, Bildfolgen oder räumlich inszenierten Narrationen ist die von Gertrude Stein propagierte nicht-lineare Erzählstruktur, auf die der Ausstellungstitel verweist. Auf ca. 3.500 qm Ausstellungsfläche werden u.a. Werke von Joseph Beuys, Marcel Broodthaers, Peter Fischli & David Weiss, Isa Genzken/Wolfgang Tillmans, Bruce Nauman, Susan Philipsz, Pipilotti Rist, Bunny Rogers, Gregor Schneider, Thomas Schütte, Wolf Vostell gezeigt.

Historisch bewegt sich die Ausstellung von Allan Kaprows 1958 eingeführten „Environments“ über die „Situations“ von Dan Flavin oder Wolf Vostells „Räume“ der 1960er- und 1970er-Jahre bis hin zu der in den 1980er-Jahren etablierten „Installation Art“. Der bis in die Gegenwart geltende Begriff „Installation“ setzte sich als Bezeichnung für eine den gesamten Raum gestaltende künstlerische Arbeit durch, wobei die jüngste Künstlergeneration physischen und virtuellen Raum verbindet. Als „Narrative Räume“ eröffnen die aktuellen Entwicklungen der installativen Kunst utopische Entwürfe über das gesellschaftliche Zusammenleben.

„moving is in every direction. Environments - Installationen - Narrative Räume“ zeigt Werke aus der Sammlung der Nationalgalerie, der Friedrich Christian Flick Collection im Hamburger Bahnhof, der Haubrok Foundation sowie ausgewählte Leihgaben. Neben temporär präsentierten Exponaten sind die im Außen- und Innenraum des Hamburger Bahnhof - Museum für Gegenwart - Berlin permanent installierten Arbeiten von Urs Fischer, Dan Flavin, Robert Kusmirowski und Bruce Nauman Teil der Ausstellung, genauso wie ein anlässlich der Ausstellung wieder zugänglich gemachtes Werk von Gregor Schneider im Westflügel des Erdgeschosses.
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