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Vielfalt faszinierender Bezüge

Stuttgart William Turner (1775-1851), Claude Monet (1840-1926) und der erst kürzlich verstorbene Cy Twombly (1928-2011) zählen zu den bedeutendsten Künstlern der vergangenen 150 Jahre.

William Turner: Sonnenuntergang über einem See, um 1840

Sorgfältig ausgewählte Gegenüberstellungen ihrer späten Werke decken eine Vielfalt faszinierender Bezüge zwischen den erstmals in Deutschland gemeinsam gezeigten Künstlern auf. Im Dialog mit Twomblys abstrakten Ölbildern zeigt sich, wie radikal und modern Turners Bildsprache in seinen späten Jahren war. Neben Monet erweist sich Turner als Wegbereiter des Impressionismus. Und Twombly wirkt im Kontext von Monet und Turner geradezu klassisch.

Claude Monet: Nymphéas, 1916-19

Turner, Monet und Twombly teilen in ihrem Spätwerk eine Leidenschaft für expressive Farben, Auflösung der Form, Atmosphäre und Verdichtung. Die letzte Schaffensperiode ist Ausdruck einer ungebrochenen Lebenskraft. Der besonderen Intensität, die jedes einzelne Werk dadurch erhält, kann sich der Betrachter nicht entziehen.

Cy Twombly: Untitled (Blooming: A Scattering of Blossoms and Other Things), 2007

Dank großzügiger Leihgeber, unter anderen aus den USA, Großbritannien, der Schweiz, Frankreich und Deutschland, konnten fast 70 herausragende Spätwerke dieser drei Maler zusammengeführt werden. Allein die Tate Britain schickte 18 ihrer Gemälde von William Turner auf Reisen. Ab 11. Februar ist die exzeptionelle Schau in der Staatsgalerie Stuttgart zu sehen. Die Ausstellung wird organisiert vom Moderna Museet, Stockholm, in Zusammenarbeit mit der Staatsgalerie Stuttgart und Tate Liverpool.

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